07.02.2012

Ambri verliert wichtiges Spiel um Heimvorteil

Sechstes, wohl aber noch lange nicht letztes Spiel in der diesjährigen Saison gegen die SCL Tigers. Ein sogenanntes Sechspunkte-Spiel im Kampf um das Heimrecht im allfälligen Playout-Halbfinal dieser beiden Teams. Der Vorsprung von Ambri betrug drei Punkte vor dem Spiel.

Ambri legte den besseren Start hin. Und für einmal zahlte sich dies auch in Tore aus. Nach sieben Minuten schoss Perrault aufs Langnauer Tor, Goalie Esche liess den Schuss abprallen und Ambris Tscheche Kohn traf im Nachschuss zum allerersten Mal für die Leventiner. Danach aber änderte sich das Spielgeschehen und Langnau wurde zur tonangebenden Mannschaft. Bei einer Druckphase vor dem Ambritor in der 15. Minute erwischte Genazzi Bäumle zwischen den Schonern, nachdem dieser zuvor noch einen ersten Schuss abgewehrt hatte.

Das Mitteldrittel dominierten dann die Emmentaler. Ambri kam kaum zu Torchancen. Doch es schien, als würde es dieses heikle Drittel überstehen, bis dann 50 Sekunden vor dem Ablauf Di Pietro vor dem Tor einen Querpass auf Pelletier spielte, und dieser ohne Probleme einschieben konnte.

Im letzten Drittel zeigten sich die Leventiner dann wieder offensiver und kamen zu guten Ausgleichsmöglichkeiten. Zweimal hatte Langnaus Goalie Esche bereits die Übersicht vor seinem Gehäuse verloren, doch irgendwie wollte die Scheibe den Weg ins Tor nicht finden. Und so kam es, dass die letzte Minute lief und Ambri ohne Torhüter spielte. Doch Anstelle des Ausgleichs fiel noch der Treffer ins leere Tor. Simon Moser entschied die Partie zugunsten der SCL Tigers.

Eine bittere Niederlage. Einerseits weil Ambri nun vier Runden vor Schluss mit dem wahrscheinlichen Playoutgegner punktegleich ist, und somit noch ein harter Kampf um das Heimrecht ansteht. Obwohl Ambri in dieser Saison auswärts eher stärker ist als Zuhause, dürfte dies gegen Langnau von Bedeutung sein, vergleicht man die gespielten Partien der beiden Teams der letzten Jahre. Und andererseits hat Ambri nun nach der Weihnachtspause schon zum zweiten Mal im Emmental verloren, was sich auch auf deren Selbstvertrauen auswirken wird. Nun gilt es, in der Natipause die Köpfe zu durchlüften und dann in den verbleibenden Partien gegen Lugano, Davos, Biel und Bern noch möglichst viele Punkte zu holen.

Michael Derungs